Evangelium-vom-Tag.de

Tägliche Betrachtung zu den liturgischen Tageslesungen.
(Ein kleines Projekt zur Neuevangelisierung - nicht nur im Jahr des Glaubens)
Das Angebot richtet sich an Menschen, die dem Wort Gottes eine angemessene, längere Zeit widmen möchten - es ist also kein schnelles "Mc-Evangelium" im "Fastfood-Trend", sondern will zu intensivem Betrachten anregen. Die Gedanken hier sind dabei nur anfanghafte Impulse zum tieferen Eintauchen in den Reichtum des Wortes Gottes.
Gottes Segen allen Besuchern.

Auf vielfache Bitten hin haben nun die Vorbereitungen begonnen, die fortlaufenden Betrachtungen in Buchform zu fassen und für den Druck aufzubereiten. Aus Urheberrechtsgründen sind daher nur nur noch Leseproben hier veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum des ersten Bandes ist noch nicht festgesetzt.

Sonntag, 6. Mai 2012

5. Sonntag der Osterzeit - B

Gott ist größer und der Herr der Ernte!


Betrachtungen zu den Tageslesungen

5. Sonntag der Osterzeit
1. Lesung:       Apg 9, 26-31
Antwortpsalm: Ps 22 (21), 26-27.28 u. 30ab.30c-32 (R: 26a)
2. Lesung:       1 Joh 3, 18-24
Evangelium:    Joh 15, 1-8
Schott 

Die erste Lesung erlaubt uns einen Blick in den Alltag des bekehrten Paulus. Wer sich erst einmal einen "Namen" gemacht hat, der hat es immer schwer, einem neuen"Namen" Glaubwürdigkeit und Gewicht zu verleihen. "Man hat gehört", "man weiß doch, wie diese Person ist", "man kennt diesen Menschen doch", "diese Person hat doch immer schon ..." - das sind alles "Festlegungen", die schon so manches Leben ruiniert haben, das doch gerade begonnen hätte, sich zu verändern.

Stellen wir uns vor, was geschehen wäre, wenn der Heilige Geist nicht das Herz des Barnabas hätte bewegen können, sich des Paulus anzunehmen und ihn zu den Aposteln zu bringen? Hätte Paulus eine Chance gehabt, oder wie lange hätte er gegen die "Meinungen" ringen müssen, bis er endlich zu den Aposteln durchgedrungen wäre, ...?

Wie mächtig ist doch die Fürsprache und das gute Wort, um der Gnade Gottes den Weg zu bereiten. Barnabas konnte die Gnade erkennen und ernster nehmen, als die Vergangenheit des Paulus. Er gab Zeugnis von der jetzt wirksamen Gnade und nicht von der Schuld und den Eigenschaften seiner Vergangenheit. 
Barnabas erzählte, dass der Herr sich dem Paulus geoffenbart hatte, dass Paulus auf dem Weg nach Damaskus Jesus gesehen und mit ihm gesprochen hatte, dass er mutig für Jesus aufgetreten sei. So wurde das Wort von Barnabas zum "Türöffner" für Paulus - und damit letztlich für das Wirken des Heiligen Geistes.
Das gute Wort, sein Einsatz, seine Fürsprache ... bahnten dem Wirken Gottes durch Paulus den Weg.

Hier wird überdeutlich wie destrukiv und vergiftend, ja Gnade-hemmend im Umkehrschluss dagegen jedes böse Wort, die Verleumdung oder auch nur das Festhalten an "alten Geschichten" sind, die man immer und immer neu über eine Person denkt oder gar verbreitet! Wie schrecklich sind Menschen in sich gefangen, wenn sie die Vergangenheit stets neu "heraufbeschwören", sie niemals ruhen lassen können, loslassen wollen und auf furchtbare Weise daran gekettet sind und auch andere Menschen in diese Verkettung hinein zwingen und darin festhalten wollen. Wir kennen das selber nur zu gut: "Aber diese Person hat damals ... und darum kann ich heute nicht, ... bin ich heute, ... weiß ich heute, ...!" 
Was für dumme und böse Worte! Sie leugnen immerfort die heilige Wandlungsgnade der Erlöserkraft Gottes und binden sich selbst und den Anderen im Schatten der Vergangenheit!
Dieses "Heraufbeschwören" alter, negativer Erfahrungen, ... ist wie eine "Totenbeschwörung" und wirkt ebenso böse, wie der Gräul dieser Sünde.
Dagegen ist die stetige Erinnerung an Gottes Gnade und die Erweise seiner Güte wie eine Auferstehungsgnade! Wo wir immer mehr das Gute und die Gnade Gottes zu finden wissen, da geschieht Befreiung, Erneuerung, ... da kann der Heilige Geist Gottes wirksam sein, denn dann ist ER es, der uns erinnert, damit wir glauben und im Glauben leben! (vgl. Joh 14,26)
Der Heilige Geist ist es, der dann Wachstum schenkt, völlige Veränderung, Heilung und Heiligung und die Gnade verbreitet sich, festigt sich und schenkt in der Haltung der Gottesfurcht den Ewigkeitsblick, der Gott vor Augen hat, statt die Nase in den Abgrund des Höllenschlundes zu stecken.

Der Antwortpsalm drückt dies so aus: "Halleluja. Deine Treue preise ich in großer Gemeinde" und nicht "Oh weh, o weh, das Elend der Vergangenheit beklage ich beständig vor allen Leuten und in größter Ignoranz der großen Gnade Gottes ..." :)

In der zweiten Lesung ist es die Glut der johanneischen Worte, die uns erheben will, aufrichten und ermutigen. Der Blick dieser "Adlerseele" will auch unseren Blick mit an den Himmel empor tragen, wenn er von unserem Herzen spricht.
Es ist ein großes, mächtiges, geistliches Gesetz, das hier aus der Vergessenheit heraus aufsteigen will - es ist das Maß unseres Urteilens über uns selbst.
Gerade Menschen, die gottwohlgefällig leben möchten, können an einer bösen Versuchung fast zerbrechen, wenn sie irgendwann der Realität der eigenen Sünde und Erlösungsbedürftigkeit begegnen. 
Lange ist oft der Weg, den der Mensch geht, bis er im Licht Gottes auch erkennen darf, wie es wirklich um ihn bestellt ist und dass entgegen aller falschen Hoffnungen der Mensch IMMER erbarmungswürdig bleibt, bis er vollendet in die Herrlichkeit Gottes eingehen darf. 
Wir machen uns so gerne vor, dass wir schon soooooo viel "weiter" gekommen sind, dass wir ja soooo viel besser sind, als andere Menschen, dass wir unsere Fehler überwunden hätten, ... und spätestens, wenn wir wieder beginnen, andere Menschen zu be- oder verurteilen, dann dauert es nicht lange, bis der Herr uns unsere eigenen Sünden wieder vor Augen stellt, damit wir durch die Erfahrung der eigenen Erlösungsbedürftigkeit und seines Erbarmens wieder fähig werden, auch mit der Schwäche der Anderen Erbarmen zu haben.
Es sind gnadenhafte Momente, in denen wir erkennen dürfen, das ER heilig ist und wir so sehr der Erlösung bedürfen. Doch in solchen Momenten kann es auch geschehen, dass der eigene Stolz uns ein "Bein stellen" will und wir unsere eigene Schuld und Erbärmlichkeit größer einschätzen, als Gott!
NIEMALS könnte ein Mensch so böse sein - dass GOTT nicht unendlich mehr GUT wäre und vergeben wollte!
NIEMALS könnte ein Mensch so viel sündigen - als GOTT vergeben wollte!
NIEMALS können wir so dunkel werden - als GOTT das ewige LICHT ist, das uns heilen und erhellen wollte!
NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS können wir GOTT überbieten - weder im Guten, noch dass das Böse IHN überwinden könnte - es sei denn in einer einzigen Form: dass wir uns IHM verweigern wollten.

"Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles." 
Dieser eine Satz heute aus der zweiten Lesung allein ist so mächtig, ist eines der kostbarsten geistlichen Gesetze, die wir kennen dürfen! "Gott ist IMMER größer!"
Für den Herrn ist es keine Überraschung, wenn er uns anblickt und in uns so viel Dunkelheit, Böses, Schwäche und Übel sieht. Nicht einmal unsere Freunde und Menschen unseres Umfeldes wären wohl erstaunt, denn wer kennt unsere schrägen Gewohnheiten mehr, als die, die darunter nicht selten leiden ... 
Wir sind es jedoch gewohnt, immer gut "geschminkt" uns von unserer "Schokoladenseite" präsentieren zu wollen und es erschüttert uns regelmäßig aufs Tiefste, wenn wir uns selbst "abgeschminkt" und wahrhaftig begegnen. Nur für uns ist es oft eine erschreckende "Überraschung", wenn wir erkennen, wie wir wirklich sind - obwohl wir uns doch so sehr gemüht hatten, besser ... zu sein. Dann neigt unser Herz zu "Fatalismus" und Zorn, zu Enttäuschung und Frust, und im schlimmsten Fall zu (Selbst-)Hass,... doch all das sind bittere Sünden gegen den Glauben an die Erlösung und Liebe Gottes, denn sie vergessen, dass wir "ERBARMUNGS-WÜRDIG" sind.
Was für ein wunderbares Wort: erbarmungswürdig! 
Wir sind würdig, Erbarmen zu empfangen! 
Wir sind es wert, sind würdig, ... Gottes Erbarmen in seinen Armen zu erben! 
ERB-ARMEN! 
Aus seinen ARMEN das ERBE des ERB-ARMENS zu empfangen, weil wir ERB-ARMUNGS-WÜRDIG sind!
Dieses wunderbare Wortspiel ist durchaus erweiterbar und zeugt vom tiefen, kostbaren Gehalt dieses einen, kleinen Satzes aus dem ersten Johannesbrief:  "Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles." 
Welche Hoffnung, welche Freude, welche Zuversicht! Ist es nicht das, was der Herr von uns will: dass wir all unsere Hoffnung auf ihn setzen? 
Ist es nicht das größte Werk, das wir tun können, um sein Gebot zu halten, wenn wir erfüllen, was gefordert ist im ersten Gebot - nämlich, dass wir Gott anerkennen, als den, der er wahrhaft ist: Der Souverän und Herr, der Erlöser und Retter, der Heiland und ewige Gott, dem wir Glauben geschenkt haben ...!


Das heilige Evangelium spricht vom Weinstock und den Reben.
Wie oft haben wir dieses Gleichnis schon gehört? In diesem Evangelium ist eine solche Fülle an Wahrheit enthalten, dass man hier kaum auch nur den "Saum" berühren kann, dennoch hier einige "Saum-Gedanken":

  • Jesus sieht nicht sich selbst als Winzer, sondern den Vater im Himmel. Das allein offenbart uns, was wir kaum ermessen können. Es spiegelt die Einheit und Verbindung, die Identifikation Jesu mit dem Menschen, der Kirche ... und den absoluten Gehorsam und die vollkommene Hingabe an den Vater. Darin ist die Liebe des Sohnes zum Vater in einzigartiger Weise ausgedrückt, die sich völlig hingibt, die sich unterordnet und fruchtbar ist, die sich geborgen weiß und "in guten Händen", ...
  • Das Maß ist die Fruchtbarkeit, die nicht gemacht ist, sondern empfangen, die nicht ohne innigste Verbindung und Bindung möglich ist, die absolute Einheit und Beständigkeit voraussetzt, die gepflegt sein will, die geformt werden muss, die beschnitten und "erzogen" werden soll, die nicht "wild" wachsen darf, sondern sich ebenfalls der Ordnung Gottes im Bild des Winzers anvertraut.
  • Die Voraussetzung für die Fruchtbarkeit und Gesundheit / Heiligkeit ist die Reinheit. Sie ist nicht selbst zu erringen, wird geschenkt. Es ist das Wort im mehrfachen Sinn, das jene Reinheit schenkt. Der Herr ist der Erlöser, der reinigt und heiligt. Das Wort Gottes und seine Selbstoffenbarung ist jene heiligende Macht, die alles "Krankmachende" entfernt, ... und gesunde Fruchtbarkeit ermöglicht ...
  • Das Bleiben - ist mehr als alles "Machen". Treue zu jeder "Jahreszeit", das Bleiben, ob es regnet oder dürre ist, ob es schneit, oder die Sonne brennt, ... das treue "Bleiben" ist die Grundvoraussetzung. Nichts können wir aus uns, aber der Herr will auch nicht ohne uns! Wir können nicht alleine Frucht bringen, sondern wir werden zu Trägern der Frucht, die Gottes innerstes Gnadenströmen wachsen lässt.
  • Wir sind privilegierte Träger der Früchte, die aus der Herzmitte Gottes in diese Welt hinein wachsen sollen. Wenn wir uns reinigen lassen, beschneiden, wenn wir uns einfügen und vom Herrn leben, ... werden wir tragen dürfen, was aus ihm heraus in uns und an uns bildet, was einst zum köstlichsten Wein zur Hochzeit des Lammes im Himmel gedeihen will. Wir dürfen jenen Wein der Freude tragen, den der Vater dem Sohn im Geist zum himmlischen Hochzeitsmahl bereitet und wir selbst werden dann nicht nur Träger der Trauben sein, sondern Geladene, die den vollendeten Wein verkosten dürfen, was wir zuvor getragen haben, in der Einheit mit dem Schöpfer, aus dem alles ist, auf den hin alles ist und in dem wir sind und alles empfangen!
  • Wer sich von Gott trennt, verliert die Gabe. Diese Trennung geschieht zutiefst in jener letzten Trennung, die sich im Gericht Gott verweigert und schon verdorrt ist, bevor sie verbrennt. Die Verweigerung ist bereits Tod, denn sie widersetzt sich dem Leben. 
  • Wo wir in Jesus bleiben, "fließt" in uns sein lebendiges Wort, wie der Lebenssaft im Weinstock, der aus den Tiefen alle Nahrung schöpft und uns durchströmt, ... Dann werden wir all das erbitten können, was uns geschenkt sein will, denn dann wird es die strömende Gnade in uns sein, die hervorbringt, was ihre Natur ist (wie der Saft des Weinstocks die Früchte nährt und wachsen lässt) und wir werden fähig sein, zu erkennen und zu erbitten, was uns anvertraut sein möchte.
  • Gott verherrlicht sich nicht in eitler, egoistischer Selbstherrlichkeit, sondern die Herrlichkeit Gottes entspricht seinem Wesen der Liebe, die immer dann am mächtigsten aufstrahlt, wo sie teilen, sich verschenken, sich mitteilen und teilhaben lassen kann. Der Vater verherrlicht sich und nimmt uns hinein in diese Herrlichkeit, die aus dem Innersten seiner Liebe strömt, fruchtbar sich vervielfältigt und immer reicher und größer wird, je mehr sie sich verströmt, ...
Durch die heilige Taufe sind wir in Jesus eingesenkt und in Jesus dem Vater und der Herrlichkeit der Fruchtbarkeit im Strömen des Hl. Geistes anvertraut! 
Jesus ist der Weinstock, der Vater der Wächter und Winzer, der Schöpfer und Bewahrer, ... und der Heilige Geist ist der Strom des Lebens, der in uns jene Früchte zum Wachsen bringt, die der Vater dem Sohn im Heiligen Geist bereitet, für das ewige Hochzeitsmahl!
Wir alle, die wir jetzt noch Reben sind, dürfen schon heute jene Früchte im Leben des Hl. Geistes aus uns herauswachsen lassen und tragen, ... deren köstliche Vollendung wir im "Wein der Seligkeit" im himmlischen Jerusalem bei der Hochzeit des Lammes ewig kosten dürfen!
Wir dürfen in Jesus wachsen, vom Vater gereinigt, gepflegt, gehütet, ... im Hl. Geist fruchtbar und tragfähig, ... und dann als ewige "Braut des Herrn" von jenen Früchten leben, die wir bereits hier auf Erden berühren, tragen und reifen sehen durften.
Wie wenig ahnen wir doch von diesem Gleichnis, was unseren geistlichen Alltag betrifft! Wir stöhnen, wenn wir gereinigt werden und denken, dass Gott uns umbringen will und uns verletzt.
Wir denken, dass wir unsere Eigenständigkeit und unsere Kraft verlieren, wenn die "wilden", kräftezehrenden und unfruchtbaren Triebe entfernt werden, die wir doch so hübsch finden, weil sie mit so schnelle wuchern, ...
Wir denken, dass wir sterben, wenn die Blüten durchbrechen und wir Veränderung wahrnehmen und verzweifeln fast, wenn wir endlich die Blüten erkannt haben und sie dann verblühen und abfallen. 
Wir meinen, dass wir von Gott verlassen sind, dass alles Schöne, alles Duftende, ... uns geraubt wird und Gott uns nicht bewahrt hätte, ...
Wie sehr sind wir dann zuerst erstaunt und voll Stolz, wenn sich die ersten Träublein zeigen, wachsen, reifen und so richtig saftig, süß und voller Kraft sich an uns zeigen und der Vollendung zustreben. 

Doch dann kommt der Winzer-Vater und pflückt sie. 
Er nimmt uns die Trauben weg, die wunderschönen, süßen, kräftigen Trauben, die unser ganzer Stolz, unser Leben sind. 
Wie sehr haben wir doch alles getan, um sie zu erhalten, keine von ihnen zu verlieren, ... haben gespürt, wie der Saft des Weinstocks, der Heilige Geist sie immer mehr durch uns hindurch zum Wachsen gebracht hat, wie sehr haben wir uns über sie gefreut und waren stolz, dass wir so prächtige Trauben hervorbringen ... und haben vergessen, dass wir sie nur tragen durften, aber doch gar nicht selber gemacht haben!
Und wenn sie geerntet werden, dann kommt in uns das mächtige Unverständnis, das sich beraubt fühlt, das behalten wollte, das sich als Besitzer und nicht als Träger sieht, das Ansprüche erheben will, das nicht hingeben will, das sich nackt, bloß, arm und furchtbar vorkommt, wenn die wunderschönen Trauben fort sind ... 
Wir meinen, dass wir mit der Ernte sterben, weil wir vergessen, wem die Ernte schon immer gehörte, weil der ganze Weinberg ihm gehört!
Wir meinen dann, dass wir alles verlieren, dass wir beraubt und entblößt zu nichts mehr taugen, ... und bäumen uns auf, weinen, jammern, klagen, ...

Jesus sagt uns heute, dass wir uns nicht fürchten müssen. 
ER ist es, der uns trägt, noch bevor wir tragen dürfen, was wir durch ihn im Heiligen Geist geschenkt bekommen, weil Jesus es dem Vater schenken will.
Der Vater wird die Früchte unseres Lebens nehmen und wir werden gar nicht wissen, dass sie in der Kelter des heiligen Kreuzes und der heiligsten Weisheit Gottes gewandelt werden, reifen und erst so ihren vollen Geschmack und ihre neue Form empfangen dürfen.
Es ist die Ernte Gottes! 
Es ist seine Ernte und seine Frucht, die er uns zuerst als Träger anvertraute, um sie uns dann beim himmlischen Hochzeitsmahl in der veredelten, vollkommenen Fülle verkosten zu lassen, wenn wir nicht mehr nur Träger, sondern Geliebte sind, die teilhaben dürfen, am Leben Gottes in allem!
Was für ein Geheimnis! 
Was für wunderbare Trostbilder! 
Was für geistliche Gesetze hier aufleuchten! 
Was für ewige Weisheit hier hindurchstrahlen und unsere Herzen mit Hoffnung, Zuversicht, Freude und Hingabe, mit Opfermut, Liebe und allen Gaben des Geistes Gottes erfüllen will!

Vater im Himmel!
Lass mich vereint mit Jesus 
vom Heiligen Geist durchströmt
furchtlos und voll Freude gereinigt sein durch Dein Werk und Wort!
Lass mich vereint mit Jesus 
vom Heiligen Geist durchströmt
reiche Frucht tragen, und Dir vorbehaltlos die Ernte anvertrauen!
Lass mich vereint mit Jesus
vom Heiligen Geist durchströmt
einst beim himmlischen Hochzeitsmahl jene Liebe kosten,
an der Du mir bereits in diesem Leben Anteil geschenkt hast
und die zum Wein der Freude für die Ewigkeit gewandelt werden wird,
denn Du sollst Dich allezeit in mir verherrlichen,
in Jesus Deinem Sohn und durch den Heiligen Geist, 
nun und ewig. Amen.


© 06.05.2012 Michaela Voss
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