Evangelium-vom-Tag.de

Tägliche Betrachtung zu den liturgischen Tageslesungen.
(Ein kleines Projekt zur Neuevangelisierung - nicht nur im Jahr des Glaubens)
Das Angebot richtet sich an Menschen, die dem Wort Gottes eine angemessene, längere Zeit widmen möchten - es ist also kein schnelles "Mc-Evangelium" im "Fastfood-Trend", sondern will zu intensivem Betrachten anregen. Die Gedanken hier sind dabei nur anfanghafte Impulse zum tieferen Eintauchen in den Reichtum des Wortes Gottes.
Gottes Segen allen Besuchern.

Auf vielfache Bitten hin haben nun die Vorbereitungen begonnen, die fortlaufenden Betrachtungen in Buchform zu fassen und für den Druck aufzubereiten. Aus Urheberrechtsgründen sind daher nur nur noch Leseproben hier veröffentlicht. Voraussichtliches Erscheinungsdatum des ersten Bandes ist noch nicht festgesetzt.

Montag, 10. Dezember 2012

2. Adventssonntag C

Königsgewänder, Dank und der Ruf in der Wüste

2. Adventssonntag C

1. Lesung:       Bar 5, 1-9
Antwortpsalm: Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 3)
2. Lesung:       Phil 1, 4-6.8-11
Evangelium:    Lk 3, 1-6
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Schmuck und Herrlichkeit statt Trauer und Elend - das ruft der Prophet Baruch über die Zeiten hinweg bis hinein in unsere heutige Gottesdienstgemeinde. Bekleidet mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott für immer verleiht - was ist das für ein kostbares Bild! In der heiligen Taufe haben wir Christus als Gewand angelegt, haben das Leuchten des göttlichen Angesicht neu empfangen und sind mit dem Gewand der Gnade überkleidet worden. (vgl. Gal 3,27)

Unsere Gerechtigkeit ist im Blut des Lammes begründet und hüllt uns wie ein Mantel ein, so dass wir umfangen sind, geborgen, bedeckt, bekleidet, angetan, wie mit einem mächtigen Schild und vor allen Angriffen des Anklägers geschützt. 
Wo im Paradies die Scham über die Nacktheit den Menschen vor Gott und voreinander in Anklage, Undankbarkeit und Angst flüchten ließ - wird nun Gottes Gnade wieder zum heiligen Gewand, das gleichsam von innen nach außen fließt und die Herrlichkeit der Ebenbildlichkeit umstrahlt unser Sein. 
Keine "äußere Hülle" wie erbärmliche Feigenblätter - aus der Schöpfung entliehen oder gestohlen ... muss mehr verbergen und bedecken, was zerbrochen und verdunkelt zur Scham des Verlustes wurde, was ersetzen soll, was durch die Sünde den Glanz der Vollkommenheit und Gabe verloren hat.
Der Mantel der göttlichen Gerechtigkeit ist ein "Gewand", das von innen her mächtig leuchtet, das gleichsam von innen her alles mit dem Strahlen der Herrlichkeit Gottes erfüllt und uns als Kinder Gottes erscheinen lässt. Er ist weniger ein Mantel, der bedeckt, sondern vielmehr eine Offenbarung des Herrn, der uns umgibt und erfüllt, in dem wir leben dürfen und der in uns sichtbar ist.
Der Mantel der göttlichen Gerechtigkeit ist der Schutz, der uns vor dem Bösen abschirmt und darum innen beginnt, und uns bis ins Äußerste durchdringt. 
Jesus selbst sagt uns, dass nicht unrein macht, was von außen eindringt, sondern dass die Unreinheit und Verlorenheit im Innersten des Menschen beginnt, in seinen Gedanken und seinem Wollen, das durch verbotene Erkenntnis und Verindung alles vergiftet. (vgl. Mk 7,15) 
Darum ist der Mantel der Gerechtigkeit wohl auch weniger etwas, was uns von außen her nur Mängel abdecken oder abschirmen hilft, als vielmehr von innen heraus Freiheit und Würde offenbart.

Unsere Gerechtigkeit ist im Blut des Erlösers begründet und er selbst hat diesen Mantel der Gerechtigkeit und die Krone des Ewigen geheiligt: "Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um.
Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, da ist der Mensch! Joh 19,2.5)
Da ist der Mensch - der Mensch in seiner ganzen Verstümmelung durch die Sünde, in aller Zerrissenheit und in all dem Schmerz, in all der Verachtung und all der Qual, ...! Jesus hat das Angesicht der Sünde für uns getragen, damit wir wieder das göttliche Angesicht empfangen können, jenes Geheimnis, von dem Baruch heute sagt: 
"Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends, und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht. Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an; setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt! 
Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen."

Die Krone der Schöpfung - der Mensch - erstrahlt neu durch die Krone der Herrlichkeit des Ewigen auf dem Haupt, weil der Ewige die Dornenkrone der Sünde getragen und gewandelt hat.
Die Krone des Ewigen dürfen wir wieder tragen - in Jesus Christus, der uns erlöst hat.
Weil der Herr für uns die Krone der Dornen getragen hat, können wir die Krone der Herrlichkeit Gottes empfangen, das Erbe der göttlichen Ebenbildlichkeit. 
Wo der Mensch in der Sünde jene heilige, kostbare Einheit mit dem Willen Gottes verloren hat, da ist auch die Krone der Schöpfung in den Staub gefallen.
Wo der Wille, der Gedanke, der Geist, der Verstand, ... mit Gott geeint sind, wo sie aus Gott überströmend im Menschen ein Echo des göttlichen Angesichtes finden, da wird der Wille Gottes und seine Herrlichkeit wie ein Leuchten, das gleichsam von innen das Haupt durchbricht und umstrahlt, wie man es in der Kunst den Heiligen gemalt hat, im Heiligenschein.

Die göttliche Krone, die Herrlichkeit dieser Herrschaft kommt aus dem Glanz des Gehorsams, der Hingabe, der Liebe, ... die uns leuchten lässt und uns Würde schenkt! 
Diese göttliche Krone kommt aus dem ewigen Licht - aus Gott selbst und will im Menschen lebendig durchstrahlen. Dann geht das Leuchten vom Herrn in uns ein - und über uns weit hinaus! Dann wird unsere Gleichförmigkeit mit Gottes Willen zur kostbaren Krone, die göttliche Herrlichkeit ungetrübt in uns sichtbar macht und uns als Kinder des Ewigen offenbart.

Wir haben öfter Kinder (im Schulalter) auf die heilige Taufe vorbereiten dürfen und ihnen bei der Ausdeutung der heiligen Zeichen erzählt, dass sie z.B. in der Salbung mit dem heiligen Chrisam auf ihrer Stirn fühlen können, was in Ewigkeit als unauslöschliches Siegel sichtbar ist: ihre Königswürde, ihre herrliche, geheimnisvolle Krone, die sie zu einer Kronprinzessin, einem Kronprinz erhebt! 
Unsichtbar für diese Welt, aber für alle Ewigkeit, für Himmel und Hölle sichtbar, empfangen wir jene heilige Krone der Herrlichkeit des Ewigen, die uns als Erben Gottes und als Kinder des Höchsten identifiziert. 
Der heilige Chrisam, mit dem Könige (vgl. 1 Kön 1,39), Propheten (vgl. Jes 61,1) und Priester (vgl. Lev 4,3) im Alten Testament gesalbt wurden - lässt uns u. A. im Taufritus spürbar erfahren, dass auch wir von nun an geheiligt, geweiht, gekrönt sind. 

Besonders ein Mädchen hat dies auf sehr innige Weise aufgenommen und wie wunderbar war es, als wir zusehen durfte, wie sie nach der Salbung mit dem heiligen Chrisam mit erhobenen Haupt und voller Ehrfurcht im weißen Gewand und mit der Kerze in der Hand dastand, im Innersten wissend, dass sie von nun an eine unsichtbare Krone tragen würde, dass ihr ein unsichtbarer Schmuck gehört, dass ihr Schutzengel und alle Heiligen Engel jubeln, weil Gott sie so sehr lieb hat und sie reich beschenkt, adoptiert ...!

Man sieht, was für eine Fülle an Betrachtung und Schönheit in den ersten drei Versen der ersten Lesung dieses zweiten Adventssonntags aufleuchten will.
Dabei haben wir noch gar nicht den neuen Namen, das Aufstehen, die Höhe gedacht, auf die uns Baruch zu steigen heißt. 
Wir haben nur ein Drittel der ersten Lesung ein wenig angedacht und wie soll man die Fülle ausschöpfen, die uns heute überfließend einhüllen und durchstrahlen will, um uns zu ermutigen, in uns Dank und Jubel zu entfachen, Zuversicht und Hoffnung, Liebe und tiefe Ehrfurcht vor dem Geheimnis Gottes, das uns umgibt und durchdringt.

Wenn der Antwortpsalm das Wunder preist, das gewaltig Zeugnis der Taten Gottes ist und die Hoffnung aufleuchten lässt, dass alle Tränen einst in Jubel ernten dürfen, was Gott selbst wachsen lässt ... dann erahnen wir, was für gewaltige Wunder im Erlösungsgeheimnis alle Weltweisheit zunichte machen.

Die zweite Lesung baut auf jener heiligen Königswürde und Erlösungsgnade auf, die in ihrer Folge fruchtbar sein lassen, was Gott geschenkt hat.

Etwas fällt heute stark auf - weil es so anders als unsere Gewohnheiten ist: Paulus ist voller Dankbarkeit in seinem Gebet! Das ist ein Merkmal, das uns leider immer weniger geläufig ist, wenn wir beten. 
Immer, wenn er für die Mitchristen betet, dann dankt er Gott!

Wir neigen doch eher dazu, dass wir Gott erst einmal alle, unsere Probleme vorjammern, dass wir ihm Vorschläge machen, wie er die Katastrophen und Gefahren doch bitte ändern solle, dass wir sogar im Gebet noch so tun, als ob es keinen Gott gäbe, der rettet und in dessen Hand alle Welt mit ihrem Geschick liegt, ... wenn wir so beten, als ob wir allein all die Misere bewältigen müssten ...!

Paulus dagegen dankt Gott dafür, dass die Christen damals sich mit Gottes Gnade für das Evangelium eingesetzt haben - von Anfang an.
Er sagt uns auch den Grund dafür: "Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu."Diese Worte muss man hervorheben, denn sie offenbaren eine Haltung, die wir ganz neu lernen dürfen und die den wahren, ehrlichen Glauben zeigen, der Gott den ersten Platz gibt.
Der Völkerapostel dankt Gott nicht nur für die Treue seiner Brüder und Schwestern, er dankt Gott, weil Gott würdig ist, denn der Herr selbst ist die Ursache und das Ziel, der Geber der Gaben und ihr Vollender!

Wenn wir heute überlegen, wie wir die vielen Missstände in Kirche, Gesellschaft, Politik und Familie angehen sollen, dann tun wir meist eher das Gegenteil von Paulus.

  • Wir betrachten die Missstände und Fehler, den Mangel und die Katastrophen.
  • Dann analysieren und beurteilen wir das alles auf Genaueste, bis uns in dieser Dunkelheit des Bösen regelrecht und wörtlich "schwarz vor Augen" wird.
  • Dann sind wir erschöpft, mutlos und schlagen die Hände über dem Kopf zusammen und ächzen unter der Last, die wir uns selbst aufladen, weil wir uns in die Erlöserrolle zwängen.
  • Dann bilden wir Gremien, Gesprächs- und Diskussionskreise, schmieden Konzepte, machen Statistiken, Hochrechnungen und Planungen ... und verplempern Zeit, Kraft, Gedanken und Bemühen in reines Menschenwerk
  • um anschließend immer weniger zu haben, immer noch mehr zu reduzieren, immer mutloser gegen Windmühlen zu kämpfen und letztlich auch selbst nicht mehr so ernst machen, weil man dauerhaft den hohen Ansprüchen der Heiligkeit gar nicht gewachsen scheint, sondern in Kompromisswahn und Toleranzsumpfland versucht das Haus des Glaubens zu bauen - oder zumindest zu retten, was noch zu retten scheint, auch wenn es am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes mehr ist, sondern mehr eine neue Variante der Vielgötterei und des Götzendienstes, in dem der Dreifaltige nur noch in Koexistenz mit all den anderen Göttern leben kann.
Paulus macht es genau anders herum:
  • Er sieht offensichtlich die Gnade zuerst, schenkt der Gnade seine erste Aufmerksamkeit
  • Dann analysiert er nicht - sondern er dankt in kindlicher und vertrauensvoller Weise dem Geber dieser Gnade, die ihm so hell aufleuchtet, dass er sie siegreich über all dem Dunkel weiß!
  • Dadurch ist er voll Vertrauen und Zuversicht. Er schlägt die Hände nicht über dem Kopf zusammen, sondern seine Hände sind ausgebreitet zum Gebet, erhoben zu Gott, dem Geber alles Guten, ausgestreckt zum Herrn, den er dankbar preist, gefaltet vor der Brust in Ehrfurcht vor dem Geheimnis der Gnade ... Wie anders ist doch diese Haltung!
  • Dann macht er keinen Gesprächskreis und bildet keine Untersuchungskommission, ... Paulus versucht nicht die "Retter der Nation" zu einen und die Kräfte der Leute in kritischen Weltverbesserungsgremien zu bündeln... Er ruft Gott als Zeugen an, für seine lautere Sehnsucht nach Gemeinschaft im Licht Gottes mit allen. Er ist ganz auf Gott ausgerichtet und sucht sich selbst nicht in den Mittelpunkt zu drängen, ja nicht einmal seinen guten Willen oder das Werk, ... sondern die Liebe Christi ist das einende Band, der Herr ist der Garant für sein Werk und die Hoffnung ist ganz in Gott gegründet.
  • Paulus betet - das ist es, worauf er zuallererst seine Zuversicht setzt - auf Gottes Hilfe! Er bittet nicht zuerst um Spenden, um irgendetwas ... sonder um die Liebe, die reicher an Einsicht und Verständnis wird. Was für eine Bitte! Er begründet dies damit, dass diese Gottesliebe in den Herzen der Menschen, reich an Einsicht und Verständnis (Geistgaben) dann auch zu einem heiligen Urteilsvermögen führt, das die wahren Prioritäten offenbart. In der Folge sieht er die Heiligkeit, die aus Gott kommt, der immer der Erste sein soll. 
  • Darin erhofft er die Fülle, die Frucht der Gerechtigkeit, die von Gott kommt, vom Erlöser, von Jesus Christus - und zwar nicht dafür, dass wir uns wohler fühlen, es uns noch etwas bequemer machen könnten, ... nicht zuerst für unser Ansehen, unsere Glaubwürdigkeit, ... nicht zuerst für weltliche oder menschliche, nicht für humane oder soziale Zwecke ... sondern - sein erstes Ziel ist: "zur Ehre und zum Lob Gottes"!
Das ist ein heiliges Programm!
Das ist ein Prinzip göttlicher Weisheit!
Das kann man getrost einen wunder-voll-bringendes Konzept nennen.

Alles gründet in Gott, lebt aus seiner Gnade und hat als Ziel Gottes Verherrlichung.
In Dank und Zuversicht, im Vertrauen und Ehrfurcht erwartet er alles vom Herrn - für den er alles tun und sein will
Der Fokus liegt hier nicht in Problembewältigung - sondern in der Verherrlichung Gottes!
Die erste Motivation ist nicht Rettung des untergehenden Schiffes - sondern dankbares Lob auf den Retter, der Wunder tut.
Das Hauptaugenmerk liegt nicht in den Problemen der Welt - sondern zuerst in der Vollmacht und Gnade Gottes. ...

Im Jahr des Glaubens könnte das ein neuer Maßstab werden - eine echte Wegweisung ... wenn wir diese Lesung mit offenem Ohr und offenem Herzen hören und sie uns bewegen darf.


Bild Public domain (wikimedia)
Das heilige Evangelium ist heute in seiner Einleitung so nüchtern und sachlich, so ganz eine Orientierung in die Geschichte der Weltzeit, so dass man im Blick auf die politische Lage beinahe nicht mehr damit rechnet, dass da etwas göttliches kommt.

Die Ordnung der Weltmacht in Politik und Religion - und dann kommt unmittelbar die Ordnung der Macht Gottes.
"Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias."
Ein Mann, der Gottes Wort hört - wird zum Wegbereiter, zum letzten, großen Propheten!
Ein Mann Gottes, der Gottes Wort vernehmen kann, der gehorcht - wird zur Stimme, die dem Wort vorauseilt, wird zum Rufer, der dem Wort den Boden bereitet und in der Vollmacht des Wortes Gottes dem Wort Gottes voraus geht.

Immer neu ist es doch erschütternd, was ein einzelner Mensch im Licht von Gottes Wort und Auftrag für Zeit und Ewigkeit verändern kann und verändert!
Johannes - ein gewaltiges Zeichen für unsere Zeit!
Er durfte bereits als ungeborenes Kind ein erstes Wunder in der Gegenwart des menschgewordenen Gottessohnes erleben. Zwei Mütter gesegneten Leibes begegnen sich und Johannes empfing als ungeborenes Kind den Heiligen Geist in der verborgenen Gegenwart des ungeborenen Erlösers. 
Johannes vom ungeborenen Wort Gottes - im Gruß Mariens - im Heiligen Geist begnadet, wird in seinem ersten Jubel und Aufhüpfen im Mutterleib zum Mittler der Gabe Gottes für seine Mutter, die im gleichen Augenblick ebenfalls vom Geist Gottes erfüllt den Herrn erkennt, der verborgen im Leib seiner Mutter gegenwärtig ist.
Johannes und Elisabeth - die ersten Anbeter des Gottessohnes - noch lange vor den Hirten und vor der Heiligen Nacht!
Johannes war vom Wort Gottes bereits im Mutterschoß ergriffen - und erkannte seinen Erlöser.
Nun wird er vom Wort Gottes voraus gesendet und verkündet Umkehr und Taufe!
Er wird das lebendige Wort Gottes, das Lamm Gottes auch erkennen, das unerkannt mitten unter den Menschen zu ihm kam und er ist lebeniges Zeugnis, Bote, Prophet!

Wie sehr dürfen wir heute im Blick auf Johannes doch für alle ungeborenen Kinder dieser Welt beten - dass sie bereits im Mutterleib vom Geist Gottes angerührt werden und Gott ihnen Gnade schenkt!
Bitten wir doch, dass sie den Erlöser erkennen dürfen, das Wort hören können, vom Wort angerührt werden, das Wort erkennen können, das mitten unter uns lebt!
Bitten wir doch für die Generation, die noch nicht geboren ist bereits heute um die Gabe des Gottesgeistes, der lebendig macht, der uns den Vater offenbart, der uns den Sohn erkennen lässt, ... damit wir in unserer Zeit Wegbereiter bereiten, die dem Herrn vorangehen, die ihn erkennen, wenn er wieder kommt, die zu einer Generation heranwachsen dürfen, die wieder Umkehr und Gotteskindschaft kennt und sucht!

Stimmen in der Wüste unserer Welt - wie nötig wäre das!
Bereiten wir dem Herrn in diesem heiligen Advent die Wege - vor allem und zuerst auch im Gebet für die Ungeborenen, dass sie im Geist Gottes den Vater und den Sohn erkennen und das Heil der Erlösung wieder mächtig aufleuchtet in unserer Welt!

Gebet für die Ungeborenen:
© 09.12.2012 Michaela Voss. Die Gedanken und betrachtenden Texte dieser Seiten unterliegen dem Urheberrecht und verstehen sich als persönliche und private Impulse zum Nachdenken (unbeschadet der unbeschränkten Anerkennung aller kirchlichen Lehräußerungen).


Das Jahr des Glaubens - im Licht der Heiligen Schrift - in der Liturgie der Kirche.
Wo das Wort Gottes wohnt, ist der Glaube beheimatet!
Herzliche Einladung auf unsere Seite zum Jahr des Glaubens: